Bagger

Was ist schon ein bisschen Sachbeschädigung, im Gegensatz zum selektiven Rückbau und Abriss eines ganzen Gebäudes?

Und minderjährige Obdachlose bei Minusgraden auf die Straße setzen (Link) finden wir auch nicht toll. Aber der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten und so können sich jetzt alle glücklich schätzen, dass in der Bayreuther Straße 40 eine grüne Wiese entsteht und alle Menschen wieder ruhig der Rente entgegen schlafen können.


6 Antworten auf „Bagger“


  1. 1 Balthasar 22. März 2013 um 11:44 Uhr

    Ihr habt minderjährige Asseln aufgenommen? Wie verstrahlt seid ihr denn?

  2. 2 wolldrache 22. März 2013 um 12:35 Uhr

    also, ich glaube ja, minderjährige Obdachlose werden nicht auf die Straße gesetzt, sondern den Erziehungsberechtigten übergeben …

    andere Frage: ist das mit der grünen Wiese belegbar, oder „auch wieder nur so eine Behauptung“.
    Hatte bisher Gerüchte gehört, dort soll gebaut werden? „Tor der Uni“ oder so?

    Und als weiteres:

    - „Was ist schon ein biss­chen Sach­be­schä­di­gung, im Ge­gen­satz zum se­lek­ti­ven Rück­bau und Ab­riss eines gan­zen Ge­bäu­des?“
    Was ist denn das nun wieder für ein Statement?

    Ihr habt mit der Demolierung des Gebäudes Euch und Eurer „gewaltfreie Kommuninaktion“-Gelaber selbst ad absurdum geführt.
    Nun war die Baracke eine ungesicherte Gefahrenquelle, für die die Eigentümer bei irgendwelchen gefährlichen Verletzungen (spielende Kinder o.ä.) haftbar gemacht werden würde.

    Sicherlich spielt der kommende Semesterbeginn auch eine Rolle, dass sie jetzt endgültig Fakten schaffen – aber habt Ihr was anderes erwartet? Ihr zieht in den Semesterferien ab, und wundert euch, dass nun abgerissen wird?
    Mich wundert, dass die SIB so lange damit gewartet hat (da sollten die Bewohner froh sein, dass sie das nicht schon bei wirklichen Minugraden vor der Tür standen).

    Ein Witz übrigens auch, dass ihr bei Eurer WG-Gesucht Anzeige Miete verlangt habt – Ihr könnt einfach nicht eine klare Linie verfolgen.

    Zu Eurer Verteidigung muss ich aber eingestehen, dass Ihr Euch von vorneherein Mühe gegeben habt, nicht Ernstgenommen zu werden, ich verweise auf die zeitweilig veröffentlichte „Feindpropaganda“, oder die Forderungen mit „Hasenkostüm“.

    Aber vielleicht habt Ihr bei der ganzen Aktion ja wenigstens was über Gruppendynamik und (nicht-)funktionierende Basisdemokratie gelernt.

    Bin mal gespannt, wer die Rechnung für die Entrümplungsaktion aufgedrückt bekommt.
    Und um den Kickertisch beneide ich euch im Nachhinein … .

  3. 3 Administrator_in 24. März 2013 um 14:37 Uhr

    Hey Balthasar, wir löschen deinen Kommentar nicht damit dein faschistoides Gebrabbel der Nachwelt als schlechtes Beispiel dienen kann.
    Gruß
    die Kokmenschen

  4. 4 Administrator_in 24. März 2013 um 15:06 Uhr

    Hey Wolldrache, der Abriss (Entkernung) war schon im Gange als wer-auch-immer dort seiner/ihrer Wut Ausdruck gegeben hat. Wir hätten gerne noch ein bisschen weiter gewaltfrei kommuniziert, leider ist jede Kommunikationsversuch unsererseits seit Wochen ignoriert worden. Wenn ein paar Menschen ein ernsthaftes Problem mit der SIB/TUD haben und das immer wieder kommunizieren und die Antwort darauf ist, dass so getan wird als wären diese Menschen gar nicht da, dann kann es schon einmal passieren, dass einige Menschen darüber ziemlich wütend sind.

    Wenn du die Sache mit den Hasenkostüm als kindisch empfindest, solltest du mal darüber nachdenken inwiefern es kindisch ist, wenn die Universitätsleitung einer der größten Hochschulen erst völlig konstruktiv und rational mit uns redet und Absprachen trifft, diese dann alle bricht und zu guter letzt als wir darauf bestanden haben so getan hat, als gäbe es uns gar nicht. Das ist so das Niveau wenn man sich die Augen zuhält und sagt „du kannst mich nicht sehen“. Der NachbarInnenbrief war ein Beispiel völliger Uninformiertheit (was nicht schlimm ist) und Boshaftigkeit. Die Rede von den „polnischen Gauklertruppen“ sind übelstes im Kern antiziganistisches Ressentiment. Wer sowas schreibt hat nur Häme verdient.

    Das Gebäude war auch keine ungesicherte Gefahrenquelle, da das Grundstück komplett eingezäunt ist. Der Trümmerhaufen den der Bagger fabriziert hat ist auch nicht gerade sicher.

    Bei WG-gesucht muss man im übrigen eine Miete angeben. Wenn du ernsthaft geglaubt hast wir würden von jemanden Miete verlangen damit er im KOK wohnen darf, dann solltest du mal überlegen was es über dich aussagt wenn du bei anderen Menschen erstmal davon ausgehst das sie völlig bescheuert sind.

    Wir hoffen, dass wir dein Verständnis der ganzen Angelenheit ein wenig erweitern konnten.

    Gruß

    Die Kokleute

  5. 5 wolldrache 24. März 2013 um 21:02 Uhr

    Hallo Kokleute,
    Nein, da muss ich euch enttäuschen, kein Verständnisgewinn meinerseits.
    Allerdings finde ich Deine/Eure Antwort bisher die beste Verlautbarung, die man von Dir/euch im WWW finden kann.

    Ich habe in den letzten Woche regelmäßig Twitter, das Wiki und diesen Blog beobachtet, und das meiste Geschreibsel hörte sich in erster Linie nach „bockigem Hortkind“ an.
    Ich könnte mir vorstellen, das genau diese Ausdrucksformen Euch auch einiges verbaut haben; zumindest, was das Verständnis in der Studentenschaft betrifft.
    Vergleiche auch die Diskussion beim Exmatrikulationsamt, wo leider auch nicht viel für Euch und die Nutzung als Freiraum sprach. Das sah leider alles sehr danach aus, als würdet Ihr im Nachhinein eine Daseinsberechtigung heraufbeschwören wollen, die aber so in der Form wenig Anklang fand.
    Vor allem die immer wieder gestellte Frage, was Ihr denn in den letzten Jahen getan habt, und die ausbleibende Antwort darauf.

    Das Wiki haben ich im Übrigen seit über 2 Jahren immer mal wieder überflogen, daher auch sehr wohl mitbekommen, dass da erst seit dem Räumungsbrief wieder etwas passierte.

    Ich kann das Selbstverständbis nicht nachvollziehen, mit dem Ihr Räume der Uni beansprucht und einfordert.
    Schön, dass Ihr sie zur Verfügung gestellt bekommen habt.
    Vielleicht auch schade, dass es nun nicht mehr so ist.
    Mag sein, dass die Nachtspeicheröfen als Räumungsgrund vorgeschoben waren, aber ich könnem ir vorstellen, dass es auch hätte anders ausgehen können, wenn Ihr Euch anders verhalten hättet.
    Ich weiß, jetzt kommt wieder das Argument „die TUD/SIB haben zugesagt, nicht eingehalten, ingoriert …“
    aber vielleicht hätte es geholfen, das, was bei Euren Kommunikationsversuchen passierte, nicht so „bockig“ im Netz zu kommentieren.
    Vielleicht hätte es auch geholfen, den Verantwortlichen mehr Honig ums Maul zu schmieren.

    So jedenfalls, wie es durch Eure Darstellungen (auf Euren obig genannten Seiten) von außen erfahrbar ist/war, wirft es kein allzu gutes Licht auf Euch.

    Mag sein, dass Ihr das anders sieht. Der Kommentar ist ja auch nur meine Meinung zudem Ganzen.

    Ich habe mir mittlerweile auch Eure „Rede der In­itia­ti­ve Stu­die­ren­de des Pot81 (KOK16)“ vom 23.03 durchgelesen. Auch hier wieder Kopfschütteln meinerseits an einigen Stellen. Aber vielleicht versuche ich das lieber da noch mal zu kommentieren, sonst blicke ich irgendweann auch nciht mehr durch.

    vielen Dank jedenfalls für die Antwort und das Freischalten des Kommentars.
    Gruß
    der Wolldrache

  6. 6 Administrator_in 25. März 2013 um 11:27 Uhr

    Hey Wolldrache, das schöne an Selbstorganisation ist, dass man den Menschen die einen vorwerfen man würde ja nicht genug tun einfach sagen kann, dass sie noch viel weniger tun. Wenn du denkst wir sind nach dem Maßstäben von wenn auch immer (e.g. ExMa) nicht „nützlich“ genug, dann können wir nur sagen, dass das bürgerlich, utilitaristisch orientierte Denken im 20. Jahrhundert in beispielloser Weise sein mörderisches Gesicht gezeigt hat. Wir messen uns nicht am Maßstab einer Mehrheitsgesellschaft, die vorgibt mehrheitlich gegen Krieg zu sein aber Krieg führt und die es duldet, dass durch die deutsche Austeritätspolitik Menschen in den Krisenländern Europas sterben. Viele Menschen haben davon profitiert, dass es den Kok gab, wir haben wie nur wenige andere versucht ein wenig kritische Kultur an der Uni zu schaffen und uns reicht das. Wir müssen diese Botschaft nicht dem SIB und der TU verkaufen und schon gar nicht der Mehrheit der Studierenden. Wir haben keine Lust mit allen möglichen Werbe- und politischen Botschaften um die Wette zu schreien und das ist auch nicht nötig. Allein das vorhanden Sein eines Freiraums an der TUD ist ein kritisches Moment und ändert das Klima dahingehend, dass immer die Möglichkeit kritischer Intervention gegeben ist.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.